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    Wenn Neandertaler Atomkraftwerke gehabt hätten (Anmerkungen)

    Neandertaler vor einem Atomkraftwerk
    Im Beitrag “Wenn Neandertaler Atomkraftwerke gehabt hätten habe ich dargelegt, warum ich die Nutzung von Kernenergie kritisch sehe. Auch wenn zumindest in Deutschland die Atomkraftwerke sehr sicher sein dürften, so dass zumindest keine unmittelbare Gefahr droht, so ist der Atommüll allerdings ein Problem. Wenn die vor 40.000 Jahren ausgestorbenen Neandertaler Strom aus Atomkraftwerken genutzt hätten, dann müssten wir uns heute noch um die sichere Lagerung des Abfalls kümmern.

    Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Strahlung mit der Zeit nachlässt, da das Material selbstständig zerfällt. Und falls es gelingt, den Abfall tief unter der Erde zu deponieren, dass er nicht mehr an die Oberfläche gelangen kann, dann müssen sich theoretisch zukünftige Generationen nicht mehr um unseren Müll kümmern. Wie jedoch sichergestellt werden kann, dass auch in zigtausend Jahren ein heute als sicher bewertetes Lager auch noch sicher ist, das ist mir nicht klar. Wie wohl Niels Bohr eins sagte, sind Vorhersagen sehr schwierig … vor allem wenn es um die Zukunft geht.
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    Was ein Gasembargo gegen Russland bedeuten würde

    Mit Sprüchen wie “Frieren für den Frieden” versucht man die Menschen in Deutschland darauf einzustimmen, den Gashahn etwas zuzudrehen, um weniger Gas aus Russland importieren zu müssen, nachdem die russische Regierung die Ukraine rechtswidrig angegriffen hat. Auch die Petition ” Sofortprogramm für energetische Unabhängigkeit von Russland und Stärkung der Mobilitätswende” zielt darauf ab.

    Ein Verzicht auf Gas, Öl und andere Produkte wird der russischen Regierung allerdings keinen nennenswerten Schaden zufügen. Andere Abnehmer werden schon darauf warten, mit Gas und Öl aus Russland beliefert zu werden. Russland exportiert dann Gas und Öl mittelfristig in andere Länder, welche die Rohstoffe gerne billig kaufen und wir müssen Gas und Öl dann teuer von anderen “Schurkenstaaten” kaufen, welche Begriffe wie Menschenrechte oder Umweltschutz ebenso nicht kennen oder selbst unzählige illegale Angriffskriege zu verantworten haben.
    Außerdem kann die russische Regierung den Krieg auch über Kredite finanzieren.
    Natürlich ist es sinnvoll, diesen kriminellen und illegalen Angriffskrieg nicht zu unterstützen, auch wenn der Verzicht auf russische Produkte letztendlich nichts bring. So wie es auch aus ethischen, moralischen und Umweltschutzgründen sinnvoll ist, kein Fleisch mehr zu konsumieren und sich vegetarisch oder noch besser vegan zu ernähren, auch wenn man als Einzelner dadurch wenig erreicht.
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    Wenn Neandertaler Atomkraftwerke gehabt hätten

    Neandertaler vor einem Atomkraftwerk
    Der Ausstieg aus der Kernkraft und der Kohle wird derzeit konsequent weiter umgesetzt. So schaltete RWE im Rahmen des gesetzlich festgelegten Fahrplans zum Jahreswechsel 2021/2022 drei Braunkohle-Anlagen ab, wie die Tagesschau berichtete. Auch mehrere deutsche Kernkraftwerke wurden stillgelegt.

    Grundsätzlich kann ich die Abschaltung von Atomkraftwerken nur befürworten. Wenn die vor 40.000 Jahren ausgestorbenen Neandertaler Strom aus Atomkraftwerken genutzt hätten, dann müssten wir uns heute noch um die sichere Lagerung des Abfalls kümmern und die Kosten dafür tragen. Diese Verantwortung bürden wir auch den Menschen auf, die in einigen zigtausend Jahren auf diesem Planeten leben. und wenn dann keine Menschen mehr existieren oder die Menschheit so weit verblödet ist, dass sich sich nicht mehr um den Müll kümmern kann, dann ist damit zu rechnen, dass die Umwelt kontaminiert wird und die übrigen Lebewesen zu Schaden kommen. Abgesehen davon haben wir ja schon keine Lust, die Umgebung sauber zu halten und zu pflegen, in der wir aktuell leben. Bei einem Spaziergang durch eine deutsche Stadt wird man viele dreckige, heruntergekommen und ungepflegte Ecken, Straßenzüge und Stadtteile sehen. Wie können wir da erwarten, dass sich andere Menschen in einigen Jahrtausenden um unseren Müll kümmern, wenn wir nichteinmal jetzt vor unserer eigenen Haustür Ordnung halten?
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    Aspiration vor Applikation einer Corona-Impfung

    Bei Corona-Impfungen wird wohl häufig auf eine Aspiration verzichtet. Bei einer Aspiration im Rahmen einer intramuskulären Impfung wird der Kolben der Spritze nach dem Einstechen ein Stück zurückgezogen, um zu prüfen, ob versehentlich ein größeres Blutgefäß getroffen wurde.

    Die Empfehlung auf diese Vorsichtsmaßnahme zu verzichten, geht möglicherweise auf eine Empfehlung der STIKO aus dem Jahr 2016 zurück. So ist beim RKI die Frage warum die STIKO empfohlen hat, auf eine Aspiration bei der Injektion von Impfstoffen zu verzichten zu lesen, dass in den letzten Jahren international mehrere evidenzbasierte Empfehlungen für schmerz- und stressreduziertes Impfen publiziert worden, die Hinweise zu bestimmten Injektionstechniken, altersabhängigen Ablenkungsmethoden und anderen Verhaltensweisen beinhalten.
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    Reduzierung der Intensivbetten in der Pandemie?

    Wenn man die Statistik der Gesamtzahl der gemeldeten Intensivbetten (Betreibbare Betten und Notfallreserve) betrachtet, wie sie beispielsweise beim Intensivregister veröffentlicht werden, dann fällt auf, das die verfügbare Anzahl an Betten während der Pandemie kontinuierlich reduziert wurde. So titelt auch der SWR folgerichtig: Ein Viertel weniger intensivbetten als 2020. Dies ist verwunderlich. Hierfür gibt es verschiedene plausible Erklärungen.
    Ein Teil der zuvor als frei gemeldeten Betten ist nun in der Notfallreserve gemeldet, die erst seit August 2020 separat erfasst wird. Außerdem ist denkbar, dass das für Corona-Patienten der Personal- und Raumbedarf höher ist als üblich und dadurch mit dem vorhandenen Personal und den verfügbaren Ressourcen weniger Patienten behandelt werden können.
    Theoretisch könnte die Reduzierung der Betten aber auch Betriebswirtschaftliche Gründen haben, um beispielsweise Belegungsgrenzen für Zuschüsse zu erreichen. So wurden Freihaltepauschalen nur bei einer Auslastung von mehr als 75 Prozent der Intensivbetten gewährt.
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    Hundewelpe wurde bei einem brutalen Überfall tödlich verletzt

    Im Sozialgesetzbuch ist geregelt, dass Personen, die sich in besonders schwierigen Lebensverhältnissen befinden oder soziale Schwierigkeiten haben, Hilfen und Unterstützung zustehen. Dazu zählen: persönliche Betreuung, Beratung, Hilfen bei der Beschaffung und dem Erhalt einer Wohnung, Unterstützung beim Einstieg ins Arbeitsleben oder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

    Zudem haben wohnungslose Menschen grundsätzlich dieselben Ansprüche wie allen anderen Bürger auch. Wenn sie arbeitslos sind, können sie Arbeitslosengeld beziehungsweise Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende beziehen. Deutsche Bürger, die nicht erwerbsfähig sind, haben Anspruch auf Sozialhilfe.

    Quelle: Niemand muss obdachlos sein? Warum das nicht stimmt – und was sich ändern muss

    Eine gewisse Eigeninitiative ist zwar notwendig, aber wenn man sich ein wenig einbringt und bemüht, dann wird man in Deutschland in schlimmen Zeiten glücklicherweise so viel Unterstützung erhalten, dass man im Winter nicht auf der Straße erfrieren oder verhungern muss. Es mag viele in diesem Land schief laufen, aber zumindest diese grundlegende soziale Absicherung besteht noch und ich hoffe, dass dies auch so bleibt.
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    Krisenvorsorge: Prepping

    Egal, ob bei Pandemien, Wetterkatastrophen oder Wirtschaftskrisen: Prepping-Experte Oliver Hornung weiß, wie man für Krisenzeiten perfekt gerüstet ist und beschreibt in “Das Prepper-Buch” geeignete Vorsorgestrategien. Aktuelle Geschehnisse wie die Corona-Pandemie, das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und diverse Stromausfälle in verschiedenen deutschen Städten zeigen, wie wichtig Prepping tatsächlich ist. Im Interview mit ntv.de erklärt Hornung, welche Maßnahmen jeder treffen sollte, um im Notfall gut ausgerüstet zu sein.

    Weiterlesen: n-tv: Clevere Krisenvorsorge – So geht Prepping richtig
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    Leichtfertiger Umgang mit demokratischen Errungenschaften

    Standing Ovations für die Kanzlerin: Angela Merkel hat in ihrer Rede am Tag der Einheit zum Erhalt der Demokratie und gegen gesellschaftliche Verrohung aufgerufen: Die Revolution von 1989 hätte auch »anders ausgehen« können.

    Demokratie ist nicht einfach da, sondern wir müssen immer wieder für sie miteinander arbeiten«, sagte Angela Merkel (CDU) am Sonntagmittag beim offiziellen Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Halle in Sachsen-Anhalt. »Manchmal jedoch, so fürchte ich, gehen wir mit den demokratischen Errungenschaften etwas zu leichtfertig um.«

    Quelle: Spiegel: »Gehen mit demokratischen Errungenschaften etwas zu leichtfertig um«

    Die Bundeskanzlerin, die im April mal eben ganz nonchalant die Länderchefs entmachtet hat und damit auf dem föderalen Prinzip herumtrampelt, macht sich plötzlich Sorgen um die Demokratie? Zumindest handelt es sich um eine Entmachtung, die nach Aussage der Tagesschau “kaum weh tut“. Natürlich tut es kaum weh, die Spielkarte der Entmachtung der Länderchefs wird nur dann ausgespielt, wenn die Länderchefs mal nicht tun, was die Bundeskanzlerin und ihre Hintermänner (und Hinterfrauen und Hinterdiverse … oder wie man es mittlerweile gendergerecht formulieren muss) wollen. So lange die Länderchefs der Kanzlerin nicht widersprechen, bleibt alles beim Alten. Die Entmachtung kommt also nur zum Tragen, wenn die Länderchefs eine abweichende Meinung vertreten. Dies ist vielleicht nicht so oft der Fall.
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    Großbrand in Stuttgarter Busdepot

    Als ich ich die Überschriften zum Brand des Busdepots in Stuttgart gelesen hatte, war mein erster Gedanke die Überlegung, ob sich wieder ein Elektrobus entzündet hat. Ich hatte den Gedanken aber schnell wieder verworfen, weil ich hierzu noch keine weiteren Informationen hatte und demnach die Ursache für mich völlig offen war.

    Möglicherweise lag ich mit meiner ersten Vermutung aber doch richtig. So ist beim SWR zu lesen:

    Die Brandursache ist bislang noch unklar. Ein SSB-Mitarbeiter hatte – etwa zeitgleich mit dem Alarm des Brandmelders – Flammen auf dem Dach eines Busses entdeckt. Sowohl Diesel-Hybrid-Busse wie auch rein-elektrische Busse haben ihre Batterien auf dem Dach. Ob ein technischer Defekt an den Batterien zu dem Ausbruch des Brandes geführt hat, sei aber noch unklar.

    Quelle: SWR: Großbrand in Stuttgarter Busdepot: SSB spricht von Glück, dass der Brand nicht später ausgebrochen ist


    Update (03.10.2021):

    Düsseldorf, Hannover und jetzt Stuttgart: Schon wieder ein Großbrand in einem Bus-Depot. Spekuliert wird über Elektro-Busse als Brandursache. Das ist nicht bestätigt. Die Riesen-Stromer machen allerdings der Feuerwehr immer wieder Probleme beim Löschen.

    Quelle: Focus: Spekulationen über Elektro-Busse als Ursache: Dritter Busdepot-Großbrand in diesem Jahr


    Update (08.10.2021):

    Nach dem Großbrand in einem Busdepot in Stuttgart wurde viel zur Ursache des Feuers spekuliert. Die Polizei bestätigt nun, dass das Feuer womöglich durch einen E-Bus ausgelöst wurde.

    Quelle: SWR: Nach Großbrand in Stuttgarter Busdepot: Feuer entstand wohl beim Laden eines E-Busses


    Update (12.10.2021):

    Mehrere Städte ziehen E-Busse vorsorglich aus dem Verkehr. Auch bei PKW und sogar E-Bikes häufen sich Brände. Die Politik auf ihrem Elektro-Trip duckt sich weg. Dabei muss das Problem schnell gelöst werden – und das ist technisch auch möglich. Ein Kommentar.

    Quelle: Focus: Elektroauto: Willkommen in der Grünen Flammenhölle


    Weiterführende Informationen:

    Nie mehr bren­nen­de Smart­phone-Ak­kus? Designprinzipien für sichere Batterien identifiziert
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    Strom, Gas und Wasser wie im Schlaraffenland

    Wir sind es gewohnt, dass Strom, Gas und Wasser jederzeit so zuverlässig zur Verfügung stehen, wie Essen und Trinken im Schlaraffenland. Und nur die wenigsten dürften ein Konzept haben, wie sie damit umgehen, wenn die Versorgung ohne Vorwarnung zusammenbricht. Das ist verwunderlich, wenn man bedenkt, dass in Deutschland alles penibel geregelt und mehrfach abgesichert ist. Egal ob es sich um Elektrik, Heizungen oder den Straßenverkehr handelt. Alle Arbeiten müssen fachgerecht ausgeführt werden und es gibt für fast alles Normen und Sicherheitsvorschriften, die eingehalten werden müssen, um Unfälle zu verhindern. Und falls doch einmal etwas schief geht, dann retten Sicherungen in den Stromkreisen, Airbags in den Fahrzeugen und Helme beim Skifahren unser Leben.
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    Neue Steuermauer für Leistungsträger ab 2022

    Eine hohe Steuerlast und eine hemmungslose Bürokratie machen das Leben der Unternehmer und Leistungsträger in Deutschland schwer. Hinzu kommt eine zunehmend größere Unsicherheit bei der Energieversorgung. Und auch in Hinblick auf nur schwer umsetzbare Datenschutzgesetze stößt so manch ein Unternehmer an seine Grenzen. Da wundert es nicht, dass manch einer in Erwägung zieht, zumindest die Grenzen dieses Landes zu verlassen und ins Ausland abzuwandern. Und wenn man sieht, wie leicht große globale Konzerne in Billiglohnländern günstig die Waren produzieren lassen, sie dann zu hohen Preisen in anderen Ländern verkaufen und die Gewinne in Steuerparadiesen verbuchen, sollte dies nicht schwer sein. Das machen selbst Staatsunternehmen, wie die Telekom oder die Deutsche Bahn so. Ein Umzug ins Ausland dürfte also ein Kinderspiel sein. Könnte man zumindest meinen. Kleine und mittelständische Unternehmen sind aber wohl doch nicht so flexibel aufgestellt, wie die richtig großen Spieler und müssen die Spielregeln penibel beachten. Und die sollen zukünftig noch weiter dahingehend verschärft werden, dass kleinere deutsche Unternehmen angekettet wie ein Schlosshund im Zwinger sind, während die Ökonomie für andere völlig globalisiert stattfindet.

    Unternehmer, die sich überlegen, im Fall einer Rot-Rot-Grünen Regierung Deutschland zu verlassen, sollten wissen, dass die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG ab dem 1. Januar 2022 verschärft ist. Und es gibt weitere Pläne, einen Wegzug von Vermögenden zu verhindern.

    Quelle: Focus: Ab 2022 gilt eine neue Steuer-Mauer – Auswandern ist dann nicht mehr so einfach

    SPD, Grünen und Linken kommt die Neuregelung gelegen, da sie befürchten müssen, dass bei einer Umsetzung ihrer Steuerpläne vermehrt Unternehmer das Land verlassen wollen, wie der Focus berichtete.
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    Steigende Gaspreise im Winter sind eine erste Warnung

    Nachdem es versäumt wurde, die Erdgasspeicher im Sommer mit relativ günstigem Gas zu füllen, wird im Winter Gas zu hohen Preisen importiert werden müssen, wie der Spiegel berichtete. Somit ist mit steigenden Preisen zu rechnen.
    Eine neue Erdgaspipeline Nord Stream 2 war lange Zeit politisch umstritten. Durch diese möchte Gazprom aber das Erdgas schicken, da dies für das Unternehmen wirtschaftlich günstiger ist, als Leitungen durch die Ukraine zu buchen. Die USA, die Ukraine und weitere Staaten vor allem aus Osteuropa lehnen die Pipeline mit der Begründung ab, sie mache die europäischen Abnehmerstaaten abhängig von russischen Erdgaslieferungen. Die Begründung erscheint mir allerdings recht fadenscheinig, da das Bestehen der Pipeline ja nicht verhindert, dass man auch noch aus anderen Quellen Erdgas bezieht. Insbesondere die Sorge der USA wirft fragen auf, da die Leitung ja für den Transport in Europa gedacht ist. Eine Versorgung der USA ist durch die Pipeline ja nicht beeinträchtigt. Ganz im Gegenteil wird seitens der USA vermutlich eher befürchtet, dass Europa unabhängiger von Erdgaslieferung mittels teurer Frachtschiffe aus den USA wird. Die Sorge dürfte also nicht der Versorgungssicherheit der Europäer gelten, sondern eher der Angst vor einem Konkurrenten, der europäische Länder mit der neuen Pipeline besser und günstiger versorgen kann, als es die USA je könnte.
    Für den Betrieb der neuen Nord Stream Leitung wird aber noch eine Zertifizierung durch die deutschen Behörden benötigt. Es bleibt abzuwarten, ob und wann die Zertifizierung erfolgt.

    Tendenziell scheint die Versorgung der Menschen in Deutschland mit Gas und Strom seitens der Politik keine hohe Priorität zu haben. Während die Preise immer weiter steigen, nimmt die Versorgungssicherheit eher ab. Dank Reservekapazitäten und Notfallmaßnahmen kam es bislang noch nicht zu größeren Ausfällen. Zwischenfälle wurden aber nicht als dringende Warnung und Grund für eine Verbesserung verstanden, sondern als “Bestätigung”, dass es ja doch gut geht. Die Steigenden Preise werden ebenfalls nicht als Warnung vor möglichen Fehlern in der Energiepolitik gesehen, sondern als völlig normal hingenommen. Ein fataler Denkfehler, denn mit dieser Strategie des bedenkenlosen Ausnutzens von Sicherheitsreserven nähert man sich immer weiter einer Grenze, ab der es nicht mehr gut geht. Und irgendwann wird vielleicht ganz unvermittelt die bislang als sicher angesehene Gas- oder Stromversorgung ausfallen. Wer dann nicht vorgesorgt hat, wird im Winter in der dunklen Wohnung frieren, sollte es tatsächlich zu größeren Ausfällen bei der Energieversorgung kommen.


    Weiterführende Informationen:

    Russland und China: Allianz gegen westlichen Werteimperialismus
    Kann Russland kein Gas produzieren – oder hält Putin es bewusst zurück?
    Baerbock gegen Inbetriebnahme von Nord Stream 2
    Die erfrischende Klarheit der Annalena Baerbock
    Verfahren zur Zertifizierung der Nord Stream 2 vorläufig ausgesetzt (16.11.2021)

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    Die Wirtschaft ist zerbrechlich wie eine Porzellanvase

    In Deutschland stehen die Züge in Folge eines Streiks still, der nächste Streik droht bereits und in China wird wegen eines einzigen möglichen Corona-Falls eines Hafen-Arbeiters, der bereits mehrfach geimpft war, ein wichtiger Hafen geschlossen. Nennenswerte Vorlaufzeiten gab und gibt es in solchen Fällen oftmals nicht. Die Verwerfungen können dafür sehr weitreichend sein. In diesen Tagen wird immer wider deutlich, wie fragil und störanfällig die gesellschaftlichen Strukturen sind. Wenn die Verwerfungen weiter zunehmen, sollte man sich bereits Gedanken gemacht haben, ob und wie man ein paar Tage, Wochen oder Monate unabhängig leben kann. Ist genug Essen im Haus? Auch genug Wasser? Gibt es Möglichkeiten, im Notfall ohne Strom und Gas zu heizen? Sind die Haustiere versorgt? Werden Medikamente benötigt?
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    Cyberangriffe zeigen die Schwachpunkte des Wirtschaftssystems

    Dass eine Cyberattacke, die in Florida stattfand, 800 Geschäfte in Schweden lahmlegen konnte, war ein weiterer Beweis dafür, dass unser Finanzsystem bereits zu stark vernetzt und somit anfällig für Angriffe ist. Doch was fordern die Zentralplaner? Noch mehr Zentralisierung. Diese Cyberattacke hat die Risiken digitaler Währungen und der Zentralisierung aufgezeigt – wir brauchen daher eine Rückkehr zum kleinteiligen und lokalen Banking, das meist genossenschaftlich organisiert ist.

    Weiterlesen bei RT DE: Was uns eine Cyberattacke über die Fragilität unserer Finanzsysteme sagt
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