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Alte Autoscheinwerfer polieren?

Matt gewordene Scheinwerfer eines Fahrzeuges könnte man polieren und damit wieder in einen (auf den ersten Blick) guten Zustand versetzen. Das polieren eines matten Autoscheinwerfers ist in Deutschland jedoch ganz klar gesetzlich verboten. Autoscheinwerfer besitzen eine Bauartgenehmigung und dürfen grundsätzlich nicht verändert werden. In Deutschland wirft man die alten Scheinwerfer weg und kauf sich neue Scheinwerfer. Das ist kein Problem, da es auf diesem Planeten genug Ressourcen gibt. Scheinwerfer können professionell in einer Werkstatt ausgetauscht werden. Neue Scheinwerfer kosten jeweils zwischen 300 und 800 Euro.

Allerdings hat es durchaus einen Grund, warum Scheinwerfer in Deutschland nicht poliert werden dürfen, wie bei R+V zu lesen ist:

Abgesehen von dem juristischen Aspekt lässt sich auch mit einem funktionalen Aspekt erklären, weshalb das Scheinwerfer Polieren nicht erlaubt ist. Der Großteil aller Scheinwerfer ist aus dem Kunststoff Polycarbonat hergestellt. Weiterhin sind diese Bauteile mit einer staubfeinen, durchsichtigen Schutzschicht überzogen. Durch die Politur schleifen Sie praktisch diese Beschichtung ab, was die Oberfläche und den Originalzustand des Scheinwerfers verändert. Aber nicht nur das: Durch die veränderte Oberfläche werden auch die lichttechnischen Eigenschaften des Scheinwerfers modifiziert, woraus eine schlechtere Ausstrahlung des Scheinwerfers resultiert. Das Polieren oder Schleifen verursacht kleine Kratzer im Scheinwerfer, was in der Folge den Lichtstrahl bzw. die Leuchtkraft beeinflusst.

Quelle: R+V: Nichts für DIY: Scheinwerfer selbst polieren ist verboten

In anderen Ländern nimmt man die die Bedenken nicht so ernst. Da wird repariert, was irgendwie reparierbar ist.

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