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    Der Nacht-ICE: Ein Alptraum

    Statt romantischer Nachtzüge lässt die Deutsche Bahn normale ICEs fahren. Und tut obendrein alles, damit wir als Fahrgäste kein Auge zutun können. Es wäre doch auch ohne hübsche Schlafwagen aus Österreich möglich, uns pennen zu lassen.

    Weiterlesen: Nachts im ICE unterwegs. Der Nacht-ICE: Ein Alptraum ohne eine Minute Schlaf
    Hinweis: Der Artikel ist mittlerweile kostenpflichtig.
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    Bahnfahrten mit Haustieren

    Zukünftig sollen alle Menschen nur noch mit Elektrobussen und Zügen fahren. Die Bahn soll also ein zentraler Bestandteil der Mobilität in Zukunft sein. Wenn irgendwann private Fahrzeuge durch das Verbot von Verbrennern und die unzureichende Stromversorgung von Deutschlands Straßen verschwinden, wird dies vielleicht tatsächlich so sein. Leider ist die Bahn nicht zuverlässig und hinsichtlich der Bürokratie beim Kauf der Tickets ein real gewordener Albtraum eines Reisenden.
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    Bahnstreik trotz Corona? Die Politiker sind völlig entspannt!

    Dass ich die Beweggründe der Lockführer zum Streiken durchaus nachvollziehen kann, habe ich bereits hier geschrieben. Allerdings scheint es auch politische Motivationen der Gewerkschaft für den Streik zu geben. Trotz allem Verständnis muss ich jedoch auch Termine einhalten und vertraglich zugesicherte Verpflichtungen erfüllen. Streiks bei der Bahn entbinden mich nicht davon. Folglich muss ich also darauf hinarbeiten, so wenig abhängig von der Bahn oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zu sein, wie möglich.

    Besonders verwunderlich finde ich jedoch die Funkstille der Bundesregierung. Während die Politiker wegen Corona und der Ansteckungsgefahr schon fast regelrecht in Panik verfallen, wenn sich (etwas überspitzt ausgedrückt) drei Fremde im Park treffen und dabei vielleicht sogar die Sicherheitsabstände nicht einhalten und Demonstrationen aus Pandemieschutzgründen verboten werden, bleiben die Politiker scheinbar völlig tiefenentspannt, wenn sich hunderte fremde Menschen in die letzten noch fahrenden stickigen Züge quetschen müssen. Krisensitzungen gibt es zumindest keine, oder? Auch nicht, wenn bereits der nächste Streik droht und damit absehbar ist, dass die Zustände wieder aus dem Ruder laufen und die Fahrgäste wieder dicht gedrängt in überfüllten Wagons sitzen oder stehen müssen. Man könnte meinen, die Politiker nehmen die Pandemie nur ernst, wenn es ihnen ins Konzept passt. Das macht keinen vertrauenswürdigen Eindruck.


    Update 01.09.2021:

    Nächster Streik.

    Der extra lange Bahn-Streik kommt! GDL legt ab Donnerstag Personenverkehr still

    Weselsky nimmt Bahnfahrer gnadenlos in Geiselhaft, denn er liebt die Rammbock-Rolle
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    Umgekehrte Wagenreihung

    Saubere, pünktliche Züge und freundliches Personal. So kann man die japanischen Eisenbahnen treffend beschreiben.

    Alle müssten dazu beitragen, das Image der Eisenbahn von den drei «ki» zu befreien: kitanai (Schmutz), kiken (Gefahr) und kitsui (Überlastung).

    Pünktlich, sauber, schweineteuer

    Umgekehrte Wagenreihung, defekte Türen, gesperrte Bord-Toiletten, Signalstörungen, dreckige und ungepflegte Bahnhöfe, Zugausfälle und Verspätungen, Servicewüste. So sieht der Alltag bei der Deutschen Bahn aus. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass diese Ärgernisse weitgehend auf Unvermögen zurückzuführend sind. Bis ich einen Artikel von Gregor Stevens, Richter am Landgericht Berlin, gelesen habe.
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    Saubere, pünktliche Züge und freundliches Personal

    Die Bahnhöfe sind in einem gepflegten und sauberen Zustand. Die Böden sind nicht versifft und zugemüllt. Es liegen keine Zigarettenstummel auf den Wegen oder im Gleisbett. Es gibt an den Bahnhöfen sehr viele und vor allem saubere und gepflegte Toiletten, welche von den Reisenden ohne zusätzliche Kosten genutzt werden können. Essen und Trinken für die Reise gibt es in unzähligen kleinen Geschäften und an Automaten. Die Bahnsteige sind komplett überdacht und die Überdachungen reichen bis über die Schienen, so dass man als Bahnreisender nicht durch Schnee und Regen laufen muss, um zum Zug zu kommen. An den Bahnsteigen gibt es häufig geschlossene Warteräume, die im Winter vor der Kälte schützen. Für Raucher stehen spezielle Raucherräume zur Verfügung, die einen Abzug über das Dach haben, so dass Nichtraucher nicht belästigt werden. Die Raucher haben auch so viel Anstand, nicht außerhalb dieser Räume ihrer Sucht in der Menschenmenge nachzugehen. An den Bahnsteigen verhindern Absperrungen, dass Menschen absichtlich oder unabsichtlich auf die Gleise gestoßen werden.
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    Deutsche Bahn auf dem Abstellgleis

    Die modernen Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass soziale Aktivitäten wie beispielsweise Wohnen, Arbeiten, Bildung und Erholung oft räumlich voneinander getrennt sind. Das hat durchaus Vorteile, denn die Wohnqualität in einem Industriegebiet mit ständigem Lärm und Schwerlastverkehr wäre überaus eingeschränkt. Hinzu kommt, dass der Wohnraum in vielen Gebieten so teuer wird, dass immer mehr Menschen “aufs Land ziehen müssen”. Der Nachteil ist jedoch, dass die durch die räumliche Trennung sowohl die notwendigen Pendelstrecken zur Arbeit, als auch die Strecken zum erholsamen Freizeitausgleich immer größer werden.
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    Eine Bahnfahrt, die ist teuer, eine Bahnfahrt, die ist …

    … kompliziert!

    Wenn man die Werbung der Deutschen Bahn betrachtet, dann scheint eine Bahnfahrt super einfach, besonders flexibel und zudem auch noch günstig zu sein. So ganz stimmt der Eindruck dann aber wohl doch nicht, denn in der Praxis ist Bahnfahren nicht “flexibel UND günstig”, sondern bestenfalls “flexibel ODER günstig”. Aber so richtig flexibel ist man mit der Bahnfahrt ohnehin nicht und einfach gestaltet sich der Prozess auch nicht. Und günstig ist eine Bahnfahrt selbst mit einem Sparticket nicht unbedingt, sofern man überhaupt eines kaufen kann.
    Beim Versuch eine Fahrkarte für zwei Personen für eine Strecke von hin und zurück insgesamt etwa 660 Kilometer zu kaufen wurden die Tücken schnell offenbar.

    Bahnpreise im Internet
    Bahnpreise im Internet
    Im Internet wurde für die gewünschte Strecke ein “Sparpreis” von 78,00 Euro angegeben. Am Automaten betrug der angezeigte günstigste Preis 138,00 Euro und am Schalter wurde auf die Frage nach dem günstigsten Sparpreis ebenfalls eine Summe von 138,00 Euro genannt. Der Preisunterschied wurde damit begründet, dass sich “die Preise in fünf Minuten ändern können”. Eine erneute Recherche im Internet ergab dann wieder den Sparpreis von 78 Euro. Der Preis hatte sich also nicht geändert, die Frau am Schalter von Agilis, die auch für Fahrkarten der DB zuständig war, hat einfach nicht den tatsächlich günstigsten Preis gefunden.

    Bahnpreise am Automaten
    Bahnpreise am Automaten
    Offensichtlich blicken selbst die Mitarbeiter bei den Bahnunternehmen nicht mehr durch. Wie soll da ein normaler Fahrgast ohne spezielle Ausbildung noch eine Fahrkarte zu einem günstigen Preis kaufen, wenn weder die Automaten noch die Mitarbeiter den tatsächlich günstigsten Preis mitteilen? Der Normalpreis bei der Bahn beträgt gar 404,00 Euro.

    Bei der Fahrt mit dem Auto würden etwa 60 Euro Kosten für den Sprit anfallen. Im Vergleich zum Normalpreis für eine Bahnfahrt, den man bezahlen muss, wenn man nicht lange im Voraus eine Karte kauft und so flexibel und spontan losfahren möchte, wie es mit dem vollgetankten Auto möglich ist, zahlt man also für diese Reise bei der Bahn etwa 340 Euro mehr, als für die Autofahrt. Fährt man mit dem Auto, kann man das gesparte Geld für KFZ-Versicherungen, Wartungs- und Reparaturarbeiten oder eine neues Fahrzeug zur Seite legen. Und bei der Fahrt mit dem Auto kann man auch noch zwei Hunde (kosten bei der Bahn noch einmal über 200 Euro zusätzlich) und viel Gepäck mitnehmen und am Zielort ist man ebenfalls mobil. Zudem muss man nicht erst zu einem kilometerweit entfernten Bahnhof kommen und kann wirklich dann losfahren, wann man möchte. Um einen Sitzplatz muss man im Auto auch nicht bangen. Der Stress den Anschlusszug zu erreichen, wenn der aktuelle Zug mal wieder Verspätung hat, entfällt ebenfalls. Außerdem muss man sich keine Sorgen machen, dass die Fahrt wegen spontaner Streiks kaum möglich ist.

    Schön wäre es, wenn man bei der Bahn auch spontan eine günstige Karte für eine Strecke von einem Ort zu einem anderen Ort kaufen kann und man die Fahrt in einem gewissen Zeitraum zu einem beliebigen Zeitpunkt antreten darf. Ohne Zugbindung, auf die man sich mitunter schon Wochen oder Monate im Voraus festlegt. Keine versteckten “Sparpreise”. Keine Bahnkarten für Sondertarife. Keine komplizierten Menüs an Automaten. Kein inkompetentes personal. Einfach eine Fahrkarte kaufen und Reisen!
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    Wem dient die Überwachung?

    Der normale Bürger darf sich nicht bewaffnen und muss bei einem Angriff darauf achten, dass er nicht unverhältnismäßig reagiert. Wenn jemand von einem Schlägertrupp überfallen und fast zu Tode geprügelt wird, muss er damit rechnen, dass er rechtliche Probleme bekommt, sollte er einen oder mehrere Angreifer mit einer Pistole erschießen, da eine Pistole durchaus eine unverhältnismäßige Waffe gegen Unbewaffnete darstellt. Ebenso ist natürlich Selbstjustiz verboten.
    In einer zivilisierten Gesellschaft sollte es aber auch nicht nötig sein, mit schwerer Bewaffnung zum Einkaufsbummel zu gehen. Und wenn doch einmal etwas passiert, dann sind Polizei und Justiz dafür da, der Gerechtigkeit zum Erfolg zu verhelfen. In der Theorie. In der Praxis sieht es leider anders aus. Im richtigen Leben sind die Kriminellen unbeachtet der gesetzlichen Regelungen bewaffnet, während die normalen Bürger den Verbrechern wehrlos gegenüber stehen, so wie es das Gesetzt vorsieht. Auf die Hilfe durch Polizei und Justiz kann der normale Bürger aber scheinbar kaum hoffen. Vor allem nicht, wenn es keinen Personenschaden gab, wie mir berichtet wurde. Wenn niemand verletzt wurde, wird die Polizei kaum eingreifen.
    Dies deckt sich auch mit den Aussagen von Reportagen, die ich mir zu dem Thema zu Gemüte führte. Es wurde unter anderem berichtet, dass Taschendiebe, die von der Polizei auf frischer Tat ertappt wurden und den Wachleuten aufgrund vieler Delikte bereits bekannt waren, von den Polizisten laufen gelassen werden mussten, war ich schon etwas überrascht. Überrascht war ich auch darüber, dass die Polizei keine Handhabe gegen ausländische Banden hat, die Goldschmuck fälschen, mit denen sie ahnungslose Bürger betrügen.
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    Bahn verlang hohe Mieten von der Polizei

    Im Artikel “Ist die Deutsche Bahn pleite?” habe ich unterschiedlichste Einnahmequellen der Deutschen Bahn AG aufgelistet. Die Deutsche Bahn AG hat Einnahmen aus der Vermietung von Geschäftsflächen in den Bahnhöfen. Die Deutsche Bahn AG hat Erlöse aus der Vermietung des Trassennetzes an regionale private Bahn-Betreiber. Die Deutsche Bahn AG hat Einnahmen aus dem Verkauf des von einer Bahntochter produzierten Stroms, den andere Bahnbetreiber verwenden müssen. Die Bahn erhält für Ausbau- und Wartungsarbeiten Geld aus Steuermitteln. Die Deutsche Bahn AG hat Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrkarten für ihre Busverbindungen.

    Aber eine weitere Einnahmequelle habe ich vergessen. Dabei handelt es sich um eine überaus dreiste Geldquelle. Als großes Unternehmen mit viel Publikumsverkehr besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko, das Wachkräfte erforderlich macht. Die Bahn muss hierfür aber keine privaten Sicherheitsfirmen beschäftigen, denn die Schutzaufgaben werden auf Kosten der Steuerzahler von der Polizei wahrgenommen. Die Bahn genießt dadurch einen für das Unternehmen finanziell sehr günstigen Schutz, was den Gewinnen zugute kommt.
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    Ist die Deutsche Bahn pleite?

    Die Deutsche Bahn AG hat Einnahmen aus dem Verkauf der immer teurer werdenden Zugfahrkarten.[1] Die Deutsche Bahn AG hat Einnahmen aus der Vermietung von Geschäftsflächen in den Bahnhöfen.[2] Die Deutsche Bahn AG hat Erlöse aus der Vermietung des Trassennetzes an regionale private Bahn-Betreiber.[3] Die Deutsche Bahn AG hat Einnahmen aus dem Verkauf des von einer Bahntochter produzierten Stroms, den andere Bahnbetreiber verwenden müssen.[4] Die Bahn erhält für Ausbau- und Wartungsarbeiten Geld aus Steuermitteln.[5] Die Deutsche Bahn AG hat Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrkarten für ihre Busverbindungen.[6]

    Und dennoch ist nicht genug Geld vorhanden, um einen zuverlässigen Verkehrsbetrieb aufrecht zu erhalten? Ständig fallen Züge aus. Verspätungen sind eher die Regel als die Ausnahme. Stellwerke sind unterbesetzt. Mitarbeiter, die gerade Urlaub haben, sollen gegebenenfalls sogar aus dem Urlaub kommen und sich an ihren Arbeitsplatz setzen.[7]
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    Bahn möchte mehr Steuergeld für die Sanierung des Streckennetzes

    Die Verantwortlichen der Deutschen Bahn möchte mal wieder mehr Geld, und zwar 500 Millionen Euro zusätzlich. Bezahlen soll dies der Steuerzahler – unabhängig davon, ob er die Bahn nutzt oder nicht. Das Geld soll verwendet werden, um die Infrastruktur zu renovieren.[1]
    Nun lag das bereinigte operative Konzernergebnis, also der Gewinn nach Abzug der Kosten für Material und Lohn, bei 2,7 Milliarden Euro, wie die taz berichtete.[2] Die Bahn hätte also bereits genug Spielraum, die zusätzlichen Kosten für die Wartung des Netzes selbst zu bezahlen, ohne dabei Verluste zu machen. Dies würde natürlich den bislang hohen Gewinn schmälern. Ist das so schlimm?
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    Eine Bahnfahrt, die ist lustig …

    Bahnsitz
    Vor kurzem war es wiedereinmal nötig, mit der Bahn zu reisen. Auf der Hinfahrt lief unerwarteterweise alle glatt und auch die Rückfahrt begann ohne größere Probleme, so dass ich schon befürchtete, dass es tatsächlich einmal nichts zu berichten gäbe. Aber dann machte die Deutsche Bahn ihrem fragwürdigen Ruf doch noch alle Ehre. Einmal musste der Zug aufgrund eines verspäteten vorausfahrenden Zuges im Bahnhof warten. Das war etwas unangenehm, da bei einem Umstieg nur wenig Zeit eingeplant war und sich die ohnehin knapp bemessene Zeit Richtung 0 verkürzte, je länger wir in der Gegend herumstanden. Zwischenzeitlich wurde außerdem ein Triebwagen angehängt, der aber schon bald wieder aufgrund eines technischen Defektes abgehängt werden musste. Der Zug war mit moderner Neigetechnik ausgerüstet. Dadurch kann sich der Zug wie ein Motorradfahrer in die Kurve legen, wodurch zum einen die Geschwindigkeit erhöht wird, mit der der Zug durch die Kurve rauschen kann, was wiederum in kürzeren Fahrzeiten resultiert und zum anderen soll sich dadurch der Fahrkomfort erhöhen. Unglücklicherweise hat der Zug unablässig geruckelt. Dies war einem angenehmen Reisegefühl wiederum nicht unbedingt zuträglich. Wenn man dann versucht hat, sich zu unterhalten, musste man das Gespräch bald wieder für längere Zeit unterbrechen, weil der Lockführer die Reisenden immer wieder mit penetrant lauter Stimme umfassend begrüßte oder verabschiedete und dabei lange kein Ende fand.
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    Wie die Bahnvorstände die Taschen der Bürger ausräumen

    Der Umbau des Bahnhofes in Stuttgart wird mal wieder teurer als gedacht … wer hätte das gedacht. Da stellt sich die Frage, wer für die unerwarteten Kosten aufkommen soll. Der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer droht damit, dass die Kosten für die Bahnfahrkarten zusätzlich erhöht werden, wenn Baden-Württemberg sich nicht an den Mehrkosten des unterirdischen Bahnhofs beteiligt.[1] Dann muss der Bahnkunde noch mehr für die Fahrten bezahlen, als ohnehin schon. Wenn aber das Bundesland Baden-Württemberg einspringt, dann blieben die Kunden des Bahnunternehmens von dieser außerordentlichen Zusatzbelastung verschont.
    Auf den ersten Blick klingt das gut. Soll doch das Bundesland bezahlen, dann kostet die Bahnfahrt nicht mehr. Aber halt, wenn davon geredet wird, dass Baden-Württemberg bezahlen soll, dann heißt das, dass letzten Endes der Steuerzahler dafür aufkommen muss. Das wiederum bedeutet, dass auch Menschen für den Ausbau des Bahnhofes bezahlen müssen, die möglicherweise nicht einmal mit dem Zug fahren. Die Bahn erschleicht sich also möglicherweise von Menschen eine finanzielle Leistung, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Im umgekehrten Fall, wenn jemand eine Leistung der Bahn in Anspruch nimmt, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu bringen, dann wird er wegen Schwarzfahrens belangt. Da kennt die Bahn kein Pardon.
    Es wäre also nur gerecht, wenn die Kosten lediglich auf die Bahnkunden umgelegt werden. So besteht zumindest theoretisch die Möglichkeit, die Kosten nicht mitzutragen, indem man auf Bahnfahrten verzichtet. Wenn das Projekt über Steuern finanziert wird, dann kann sich niemand gegen die Abgabe wehren. Und da die Bahn kein gemeinnütziger Verein ist, sondern ein knallhartes Wirtschaftsunternehmen, dessen Manager mit einem oder zwei Augen Richtung Börse schielen, soll der Konzern nicht in die Taschen unbeteiligter greifen. Schließlich wird er diese Taschen nicht im Gegenzug anteilig mit den erwirtschafteten Gewinnen füllen, sondern alles selbst behalten.
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    Rösler will das Tafelsilber anderer Leute verscherbeln

    Philipp Rösler, der vor kurzem noch Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr war, dann zum Gesundheitsminister umschulte und später zum Bundesminister für Wirtschaft und Technologie umgelernt hat, möchte die Bahn (die ohnehin schon viel zu sehr renditeorientiert ist) und andere Staatsbetriebe verkaufen. Angeblich soll dadurch der Bundeshaushalt entlastet werden.[1][2] Aber welcher Konzern übernimmt den ein Unternehmen, das den Haushalt belastet und eine Verlustgeschäft ist?
    Konzerne werden nur in Unternehmen investieren, wenn große Renditen zu erwarten sind. Und wenn ein Konzern mit einem aufgekauften Unternehmen Gewinne erwirtschaften kann, dann ist das Unternehmen für den Staat sicher auch kein Verlustgeschäft. Somit ist es also für den Staat und damit für den Bürger sicher kein Gewinn, wenn öffentliche Unternehmen privatisiert werden. Denn letzten Endes müssen die Bürger auf lange Sicht dann nicht nur den Betrieb des Unternehmens finanzieren, sondern auch noch die hohen Gewinne der Konzerne. Kurzfristig kann der Bundeshaushalt möglicherweise entlastet werden, wenn das Tafelsilber verkauft wird. Irgendwann ist aber nichts mehr zum verkaufen vorhanden. Die finanziellen Probleme werden dann jedoch nicht verschwunden sein. Spätestens dann stehen die Bürger völlig enteignet und verarmt da und müssen fortan auch noch die abgehobenen Renditevorstellungen der globalen Konzerne erwirtschaften. Philipp Rösler weiß dies sicher.
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