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    Bargeldabschaffung? Wer nichts tut, macht mit!

    Die Schäden, die die Sprengung eines Geldautomaten in Berlin am 19. September in der Postbankfiliale an der Prenzlauer Allee verursacht hat, seien derart schwer, dass ein Wiederaufbau der Filiale wirtschaftlich nicht sinnvoll sei, so dass die Filiale dauerhaft geschlossen bleibt. Dies schreibt die Berliner Woche.
    Geldautomatensprengungen sind in Deutschland mittlerweile alltäglich, beziehungsweise allnächtlich. Fast jede Nacht knallt es: Geldautomaten-Sprengungen steuern auf neuen Höchststand zu, titelt beispielsweise das Handelsblatt.
    Wenn aufgrund solcher Anschläge immer mehr Geldautomaten abgebaut und Bankfilialen geschlossen werden, hat dies natürlich auch massive Folgen auf die Bargeldversorgung der Bevölkerung. Der Umgang mit Bargeld wird komplizierter und so wird wahrscheinlich immer häufiger zur Bankkarte oder zur Kreditkarte gegriffen.
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    Zweckentfremdung von Transportschiffen als Speicher

    Es wirkt erst einmal absurd: Europa befindet sich in einer Energiekrise und auf der Nordsee fahren Tanker im Kreis, voll bis obenhin mit Flüssiggas. Die Reeder warten auf einen besseren Preis für ihr Gas.

    Verdienen da Spekulanten an der Not der Europäer? Muss man das verbieten? Das Gegenteil ist richtig. Die wartenden Schiffe zeigen, dass der Markt funktioniert. Das kommt den europäischen Verbraucher zugute.

    Denn was den Preis derzeit so stark drückt, sind die vollen Speicher. Diese haben schon so viel Gas aufgenommen, dass es immer schwieriger wird, noch mehr Gas hineinzupressen. Solange die Temperaturen in Europa mild sind, wird das auch so bleiben. Die wartenden LNG-Schiffe fungieren in dieser Zeit als eine Speichererweiterung – sie vergrößern die in der EU verfügbare Menge an Gas.

    Quelle: Handelsblatt: Gaspreis: Der Markt funktioniert besser als jeder Deckel

    Die Ansicht des Autors beim Handelsblatt wirkt doch etwas fragwürdig. Die Schiffe könnten das Gas jetzt auch einigermaßen günstig abgeben und damit könnte das einst teuer bezahlte Gas in den Speichern geschont werden und ganz regulär als Puffer für den Fall dienen, dass zukünftige Schiffsladungen sich verspäten oder ganz ausbleiben. Wenn die Schiffe dann zügig entladen sind, könnten sie wieder das tun, wozu sie gebaut wurden: neues Gas transportieren. Wenn die Schiffe aber, wie es der Autor lobt, als Speicher zweckentfremdet werden, dann führt das dazu, dass Transportkapazitäten verschwendet werden und Verbraucher ohne großen Mehrwert immer die maximalen Gaspreise zahlen müssen. Und wenn das Gas zur Stromproduktion dient, dann führt das zu extrem hohen Strompreisen. Die einheitliche Regelung namens Merit-Order-Prinzip besagt nämlich, dass das teuerste Kraftwerk, das noch benötigt wird, um den Bedarf zu decken, den Strompreis bestimmt.
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    Ein Tanz auf Messers Schneide

    Im Beitrag “Die Prioritäten der herrschenden Politiker” habe ich geschrieben dass nun die Geldschleusen geöffnet sind. 3 Milliarden Euro für Impfungen, 100 Milliarden Euro für das Militär, 200 Milliarden Euro und mehr für die Folgen der Corona-Maßnahmen. Das Geld sitzt locker. Selbst F-35-Kampfjets sollen ganz beiläufig beschafft werden. Während der Sprit an den Tankstellen für Bürger unbezahlbar wird, wird eine Tankfüllung mit 8 Tonnen Kerosin für ein hochmodernes Waffensystem aus der Portokasse der Steuerzahler bezahlt. Und Klimaschutz? Geschenkt. Grenzen der Verschuldung scheint es nun keine mehr zu geben. Sparsamkeit herrscht nur wenn es um die Infrastruktur und die Versorgung der arbeitenden Menschen geht.

    Die Spendabilität geht natürlich mit einer rasant wachsenden Verschuldung einher. Die Menschen werden den Gürtel immer enger schnallen müssen und arbeiten irgendwann nicht mehr das ganze Jahr, um dann zwei Wochen in den Urlaub fahren oder mal mit der Familie im Restaurant essen gehen zu können, sondern nur noch um die Zinsen zu erwirtschaften. Die Zinsschulden können entweder vom angesparten Vermögen der Menschen bezahlt werden oder sie müssen durch neue verzinste Kredite beglichen werden. Die eine Lösung führt direkt zur Verarmung, die andere Lösung zu noch größerer Verarmung in der Zukunft. Bei Bedarf werden die Politiker hierfür auf mehr oder weniger kreativem Weg die Steuern erhöhen oder die Menschen Zwangsverschulden.
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    Auf der letzten Etappe zum Crash?

    Ernst Wolff: Auf der letzten Etappe zum Crash
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    Die fatalen Verwerfungen im Finanzsystem sind vielen Menschen nicht bewusst. Das überrascht kaum, denn es ist den Akteuren immer wieder rechtzeitig gelungen, die schlimmsten Folgen abzufangen und vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Der Preis dafür ist hoch und den müssen irgendwann alle Menschen zahlen.

    Im Vortrag “Auf der letzten Etappe zum Crash. Wie konnte es so weit kommen?” schilderte Ernst Wolff bereits 2019, viele wissenswerte Entwicklungen und Hintergründe.
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    Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt

    Stellen wir uns im Folgenden doch einmal eine Wasserquelle vor, die zwar nicht unerschöpflich ist, die aber so viel Wasser liefern kann, dass kein Mensch jemals Durst leiden oder gar verdursten müsste. Wenn sich nun jeder Mensch an der Quelle bedient und so viel Wasser nimmt, wie er trinken möchte und kann, dann wird es keine Probleme geben.

    Stellen wir uns weiter vor, dass es die Regel gibt, dass zwar jeder von der Quelle trinken darf, er das Wasser aber erst einen Kilometer durch die Wüste tragen muss. Am Ende des Weges steht zudem ein großer Tank, der viele Milliarden Liter Wasser fassen kann. Jeder Mensch, der sich an der Quelle einen kleinen 5-Liter-Kanister für den Eigenbedarf abgefüllt hat, muss nun 2 Liter davon in den großen Tank kippen. Wenn Milliarden Menschen einen Teil des Wassers in den Tank kippen, wird er irgendwann überlaufen, da der Besitzer des Tanks überhaupt nicht so schnell so viel Wasser trinken kann, wie nachgefüllt wird. Verrückt, oder?
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    Sozialleistungsempfänger kann sich jedes Jahr über 50 Häuser kaufen

    Die gute Konjunktur füllt die deutsche Staatskasse, doch in Wahrheit klafft eine Billionen-Lücke: Ökonomen haben errechnet, dass Wohltaten wie das Betreuungsgeld die Schulden in die Höhe treiben.[1]

    Quelle: Die Zeit

    Leider erwähnt die Zeitung, welche obige Aussage auf ihrer Homepage publiziert hat, nicht, dass dieses Geld zu einem großen Teil an Menschen geht, die den Betrag zur Gänze verkonsumieren müssen und nicht ansparen können. Dieses Geld wird also sehr schnell ausgegeben und steht damit wieder anderen Menschen zur Verfügung, die dann ihrerseits einkaufen können. Genau dafür sollte das Geld da sein. Es soll fließen.
    Es gibt aber auch Menschen, die haben deutlich mehr Geld, als man in der heutigen Gesellschaft benötigt, um gut damit auszukommen. In Deutschland leben etwa 100 Milliardäre.[2] Das sind zwar nur 0,00000125 Prozent der Bürger, aber jeder, der 1 Milliarde Euro auf dem Konto hat und dafür gerade einmal 2,5 Prozent Zinsen erhält, bekommt von der Gesellschaft jedes Jahr 25 Millionen Euro an Zinsen als Sozialleistung. Davon kann er sich 50 Häuser zu einem Preis von 500.000 Euro kaufen ohne dass er dafür auch nur einen Tag arbeiten muss. Die Zinsen, die permanent an die Reichen und Superreichen fließen, müssen natürlich auch von denen finanziert werden, die nicht einmal genug Geld haben, um ihren Kindern ein warmes Mittagessen zu bereiten, geschweige denn sich in ihrem ganzen Leben auch nur ein kleines Häuschen leisten können.
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