Berichte

Wenn Geimpfte zu Ungeimpften werden

Befürworter der Impfungen gegen Corona oder gar einer Impfpflicht sind auf ungeimpfte Mitmenschen mitunter äußerst schlecht zu sprechen. Dies trifft nicht nur auf Deutschland zu, sondern auch auf eine Vielzahl anderer Länder. Sie sehen in den Ungeimpften die Ursache allen Übels und möchten sie teilweise auch durch Zwang dazu bringen, sich impfen zu lassen. Wie oft die Impfung erfolgen muss um damit eine Corona-Pandemie zu “besiegen” oder ob das überhaupt möglich ist (oder ob Impfungen die Situationen durch die Erzeugung eines eindimensionalen Mutationsdrucks sogar noch verschärfen), spielt bei den Überlegungen keine Rolle. Ebenso wenig werden Haftungsfragen im Falle von Impfschäden thematisiert. Sachliche Diskussionen sind kaum möglich. Ungeimpfte werden einfach als Aluhutträger, Schwurbler, Verschwörungstheoretiker oder noch schlimmer beschimpft.
Wer auf der Seite der Geimpften steht, hat ein verhältnismäßig angenehmes Leben. Er darf beispielsweise in Geschäften einkaufen, die für Ungeimpfte selbst mit Corona-Tests Tabu sind. Geimpfte dürfen auch den öffentlichen Nahverkehr benutzen. Ein Test ist nicht notwendig und eine mögliche Infektion eines geimpften Pendlers im Feierabendverkehr bleibt unentdeckt.
Da fühlt sich der ein oder andere Geimpfte durchaus in gewisser Weise überlegen und setzt alles daran, die Ungeimpften in die Knie zu zwingen. Mitunter stehen sogar Gefängnisstrafen zur Debatte. Ungeimpfte werden damit wie Schwerverbrecher gesehen.

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Dabei vergessen viele Ungeimpfte aber, dass ein Pendel irgendwann in die andere Richtung zurück schwingt. und je stärker ein Pendel schwingt, um so heftiger wird dann der Rückschwung. Wenn die Befürworter der Impfung oder gar einer Impfpflicht die Ungeimpfte durch Verbote, Einschränkungen, Strafen und Unterdrückung in eine besonders schlechte Lage bringen, dann wird es für sie selbst irgendwann vielleicht zum Problem. Den auch ein Geimpfter wird automatisch irgendwann zum Ungeimpften, wenn er sich nicht im vorgeschriebenen Intervall nachimpfen lässt. Geimpfte müssen die Impfung nämlich mehr oder weniger regelmäßig auffrischen, um den elitären und privilegierten Status zu behalten.
Jede Impfung ist ein medizinischer Eingriff, der mit gewissen Risiken verbunden ist. Spätestens wenn eine der Impfungen zu gesundheitlichen Problemen führt, wird auch ein Impfbefürworter darüber nachdenken, wie lange er das Spiel noch mitspielen kann oder will. Sollte er sich aufgrund schlechter Erfahrungen nicht mehr zu einer Impfung durchringen können, wird er automatisch zum Ungeimpften und dann auf der Seite landen, die er zuvor vielleicht sogar aktiv bekämpft hat. Auf der Seite der Ungeimpften wird er nun mit der vollen Wucht des Pendels getroffen.
Einige Geimpfte akzeptieren keine kritischen Ansichten und möchten den Ungeimpften ihren eigenen Willen aufzwingen. Dabei gehen sie mitunter verbal oder sogar körperlich aggressiv gegen Ungeimpfte vor. Viele Menschen die sich impfen ließen, sind aber natürlich glücklicherweise nicht so extrem. Sie vertreten die Ansicht, dass jeder die Entscheidung für sich selbst treffen muss und gestehen anderen zu, die Impfung zu verweigern. Dies ist fair und anständig.
Sobald einer der Geimpften auf der Seite der Ungeimpften landet, weil er sich nicht ein viertes, fünftes oder auch zehntes Mal impfen lassen möchte, wird ihn das Pendel gleichermaßen treffen. Auf der Seite der Ungeimpften sind alle gleich. Sowohl die, die Ungeimpfte mit aller Macht bekämpften, als auch die, die Ungeimpfte nicht als Feinde sahen. Wenn zuvor von den aggressiven Befürwortern durchgesetzt wurde, dass Ungeimpfte viele Geschäfte nicht mehr betreten dürfen, vom öffentlichen Personenverkehr ausgeschlossen werden und mit Geld- und Gefängnisstrafen bedroht werden, dann werden diese Maßnahmen die “ehemals Geimpften” mit der gleichen Härte treffen. Dann leiden die friedlichen Ungeimpften genau so, wie diejenigen, welche zuvor bei jeder Gelegenheit dazu beigetragen haben, die Maßnahmen gegen Ungeimpfte massiv zu verschärfen.

Dies Überlegungen habe ich bereits im Beitrag “Wenn der Schuss nach hinten losgeht” Ende letzten Jahres thematisiert.

Bei der Berliner Zeitung ist nun ein Artikel von einem Autor erschienen, dem es leider so ergangen ist. Seit er nach einer Impfung unter neurologischen Schäden leidet, steht er weiteren Impfungen natürlich kritischer gegenüber. Zumal nicht absehbar ist, wie viele Impfungen er noch über sich ergehen lassen muss. Und jede Impfung birgt ein Risiko, die Schäden zu verschlimmern oder gar neue Probleme auszulösen.

Zwischenruf eines Geimpften: Warum ich Verständnis für die Impfskeptiker habe

Ich bin sicher, dass es vielen Menschen so geht. Die meisten werden darüber nicht im Internet berichten. Aber jeder einzelne, der unsicher wird, und nicht gewillt ist, viele weitere Impfungen über sich ergehen zu lassen, wird die Frage beantworten müssen, wie es ohne die nächste Impfung für ihn “auf der anderen Seite” bei den Ungeimpften weitergehen wird.
Politiker und viele Medienschaffende sehen Impfungen als einzige Lösung durch die Pandemie, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Dabei klingt es fast wie ein schlechter Scherz, dass mitten in der Pandemie beispielsweise eine Lungenfachkliniken geschlossen wurde, weil sie nicht mehr rentabel ist. Durch solche Maßnahmen steigt natürlich wieder die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems und somit die Motivation für Pflicht- oder Zwangsimfpungen. Es ist also damit zu rechnen, dass der Impfwahn in absehbarer Zeit kein Ende finden wird. Es werden somit immer mehr Menschen für sich die unangenehme Entscheidung treffen müssen, auch die nächste Impfrunde mitzuspielen oder automatisch zu Ungeimpften zu werden – mit allen Konsequenzen.