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Ich glaube, dass wir am Ende um eine allgemeine Impfpflicht nicht herumkommen werden

Im Beitrag “Qual der Wahl? Wahl der Qual!” habe ich ausführlich dargelegt, warum Impfungen meiner Meinung nach keine dauerhafte Lösung zum Umgang mit Corona sein können. Zumindest nicht, wenn Impfungen nach wenigen Monaten aufgefrischt werden müssen, wie es bislang der Stand ist.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sieht diese Zusammenhänge nicht. Seiner Ansicht nach geht es zunächst zwar ersteinmal darum, “die aktuelle Welle zu brechen”. Man brauche aber ein langfristiges Konzept – und das sei mit dem Impfen verbunden. Laut FAZ habe er sich vergleichsweise deutdlich für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen.

„Ich glaube, dass wir am Ende um eine allgemeine Impfpflicht nicht herumkommen werden“, sagte er am Freitag im Anschluss an eine Sitzung des Koalitionsausschusses mit dem Koalitionspartner Freie Wähler.

Weiter sagt Markus Söder:

Denn wenn sich jetzt wieder keiner impfen lasse, könnten sich alle, die jetzt infiziert seien, in einem Jahr wieder infizieren, womöglich mit einer neuen Mutation. Das alles sei keine langfristige Lösung.

Gemäß dieser Aussage hat sich dieses Jahr niemand impfen lassen. Seine Realität weicht damit von den offiziellen Statistiken ab, wie sie beispielsweise vom RKI veröffentlicht wurden. Bereits diese grobe Darstellung vom 19.11.2021 zeigt, dass in Deutschland je nach Bundesland zwischen knapp 60 und über 80 Prozent der Menschen geimpft sind. Den Angaben ist zwar leider nicht zu entnehmen, ob auch Kinder in der Statistik berücksichtigt sind oder nicht, aber in jedem Fall wird deutlich, dass mehr als Null Personen geimpft wurden. Die Aussage “wenn sich jetzt wieder keiner impfen lasse” ist somit unzutreffend.
Weiterhin kann aus der Aussage herausgelesen werden, dass Menschen, die bereits infiziert waren, ohne die Impfung eine neue Infektion erleiden könnten. Dies ist natürlich richtig, aber der Körper wird auch bei einer normalen Infektion lernen, sich gegen die Viren zu wehren. Hierfür ist nicht zwingend eine Impfung notwendig. Dieser Mechanismus funktioniert seit hunderttausenden Jahren. Es ist also davon auszugehen, dass Menschen, die bereits infiziert waren, grundlegende Resistenzen aufgebaut haben.
In der oben zitierten Aussage wird auch deutlich, dass Herr Söder scheinbar völlig ausblendet, dass auch geimpfte Personen sich mit dem Virus infizieren und daran erkranken können. Das Virus kann also auch bei geimpften Personen mutieren. Weder gegen die Bildung von Mutationen noch gegen die Infektion mit mutierten Viren helfen die aktuellen Impfstoffe zuverlässig. Sofern nicht Impfstoffe eingesetzt werden, die auch gegen zukünftige Varianten der Corona-Viren zuverlässig schützen, stellen Mutationen nicht nur für Ungeimpfte ein Problem dar.

Die Aussagen von Herrn Söder wirken sehr konstruiert, undurchdacht und nicht präzise formuliert. Wenn dies tatsächlich die Basis ist, auf der die amtierenden Volksvertreter ihre Entscheidungen treffen, dann wird mir Angst und Bange. Markus Söder befürchtet eine “Endlosschleife mit diesem Mist Corona”, wenn es keine umfassende Impfungen gegebenenfalls mit einer Impfpflicht geben wird.
Diese Endlosschleife kann meiner Vermutung nach aber auch mit Impfungen nicht durchbrochen werden, wenn diese Impfungen nur einen sehr begrenzten Schutz bieten und Infektionen nicht vollständig verhindern und die begrenzte Wirkung mit der Zeit zudem auch noch immer schwächer wird. Zumal es unrealistisch ist, das sämtliche Menschen weltweit mit einem absolut wirksamen Medikament geimpft werden und dadurch sämtliche COVID-19-Viren eliminiert werden können. Wie wir wissen reichen bereits wenige Viren in einem entlegenen Teil der Erde, damit wieder eine weltweite Ausbreitung in Gang gesetzt werden kann. Die Impf-Maßnahmen müssten also dauerhaft aufrechterhalten werden um die permanent stattfinden Verbreitung der Viren zu begrenzen. Das Medikamente schon aufgrund der nicht sicher vermeidbaren unerwünschten Wirkungen grundsätzlich eher sparsam eingesetzt werden sollten, wieder spricht einem flächendeckenden unbegrenzt langen Einsatz von Impfstoffen eigentlich.

Die Menschheit muss also lernen, ohne Impfungen gegen COVID-19 auszukommen. Es wäre somit sinnvoll, Medikamente zu entwickeln, welche den Krankheitsverlauf abschwächen, so dass man zwar eine natürliche Infektion mit einer Erkrankung durchmachen kann, aber vor schweren Verläufen möglichst gut geschützt ist. Dadurch müsste man nicht auf unbestimmte Zeit 7,75 Milliarden Menschen mehrmals im Jahr mit Medikamenten versorgen, sondern könnte sich auf die wenigen Menschen konzentrieren, die sich infizieren und erkranken und bei denen ein schwererer Verlauf droht.