Berichte

Was interessieren uns unsere Gesetze von gestern?

Während die einen Politiker den Eindruck erwecken, die Menschheit sei durch das Coronavirus SARS-CoV-2 vom aussterben bedroht und die Regeln zur Bekämpfung der Pandemie immer weiter verschärfen, versammeln sich andere Politiker mit 140 bis 160 Personen in einem Saal zu Wahlkampfveranstaltungen. Mindestabstände wurden nicht eingehalten und auch keine Masken getragen. Die Begründung: Es waren alle geimpft.
Offensichtlich verleitet eine Impfung tatsächlich zum Leichtsinn. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person trotz vollständiger Impfung PCR-positiv wird, ist zwar niedrig, aber nicht Null, wie das Robert Koch Institut mahnt. Das Gebote zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und Abstandsgebote (AHAL-Formel: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen, Lüften) gelten folglich nach wie vor auch für Geimpfte, Genesene und Getestete. Diese Personen müssen also weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und Abstandsgebote einhalten. Immerhin waren wohl die Fenster des Saales geöffnet.

Während das Volk in Angst und Panik versetzt wird, scheinen die Damen und Herren und Sternchen Politiker*innen in ihrer eigenen Welt in einer gewissen unbeschwerten Glückseligkeit zu leben. Die Gesetze, Regeln und Verordnungen von gestern haben schon morgen für so manch einen Volksvertreter keine Bedeutung mehr. Macht aber auch nichts. Wichtig ist nur, dass das Volk sich weiter an die Vorgaben hält. Manche sind eben doch gleicher als andere.