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Impfstoffe und Genesung schützen wohl nur schwach vor Omikron

Es mehren sich die Hinweise, dass sowohl Impfungen als auch eine Genesung nur schwach gegen die neue Corona-Variante Omikron schützen, wie beispielsweise auch der MDR berichtete.

Sechs Monate nach zweiten Impfdosen, egal ob von Biontech, Moderne oder nach der Kreuzimpfung Asatrazeneca und Biontech, sei das Neutralisationsvermögen gegen Omikron auf 0 Prozent reduziert gewesen, schreibt Ciesek auf Twitter. Drei Monate nach einer Boosterimpfung gebe es aber zumindest noch 25 Prozent Neutralisationsaktivität.

Quelle: MDR: Omikron: Impfstoffe und Genesung schützen nur noch schwach

Allerdings sagen die Daten nichts aus zur Wirksamkeit von T-Zellen gegen das Virus, die entscheidend dafür sind, ob schwere Verläufe verhindert werden können.
Zumindest für Personen, die keiner Risikogruppe angehören und ohnehin nicht mit schweren Verläufen rechnen müssen, erscheint eine Impfung unter diesen Aspekten derzeit kaum sinnvoll oder seriös begründbar.

Der Berliner Virologe Christian Drosten nutzt die Gelegenheit natürlich wieder für seine obligatorischen Warnungen. Ungenesene Menschen und solche ohne Impfschutz seien seiner Ansicht nach besonders gefährdet.

Eine Virusvariante, die eine Kombination aus effektiver Immunflucht und einer sehr schnellen Vermehrung besitze, sei bislang immer mit einem Anstieg der Krankheitsschwere einhergegangen, wenn Menschen noch keinen Kontakt zu dem Virus gehabt hätten und ungeimpft seien.

Im zitierten Text folgen weitere bedrohlich klingende Informationen. Im letzten Satz des Abschnittes steht dann jedoch erstaunlicherweise, dass bislang keine Krankenhauseinweisungen auf Grund der neuen Variante bekannt sind. Das ist überraschend, denn spätestens wenn ein Ungeimpfter in ein Krankenhaus kommt und vielleicht sogar einen schweren Verlauf erleidet, ist damit zu rechnen, dass sich die Medien mit Berichten darüber regelrecht überbieten. Es scheint also so, als wären Impfungen und Genesung zwar kaum wirksam gegen die neue Variante aber scheinbar sind selbst bei Menschen ohne jeden bestehenden Schutz keine dramatischen Verläufe zu erwarten. Es wird mit der Zeit natürlich auch Ausnahmen geben, aber es bleibt abzuwarten, ob Omikron wirklich so gefährlich ist, wie Politik und Medien ständig mit ihren Mutmaßungen suggerieren.

Angesprochen werden dann auch die Reisebeschränkungen für Flüge von Afrika nach Deutschland, die sicherstellen sollten, dass möglicherweise infizierte Menschen nicht von Afrika aus nach Deutschland einreisen können. Diese Beschränkungen sind in Zeiten der Globalisierung aber sowieso ein stumpfes Schwert, weil die Infektion ja auch durch Reisende aus einem anderen Land eingeschleppt werden kann, welches Einreisen aus Afrika weiterhin gestattet. Über kurz oder lang wird sich die Variante ohnehin weltweit verbreiten. Die Reisebeschränkungen richten also wieder einen immensen Schaden an, während der Nutzen überaus fragwürdig ist.

Update:

Die mangelnde Wirksamkeit soll nun durch mehr Impfungen ausgeglichen werden. Quantität statt Qualität scheint die Devise zu sein. So titelt die Tagesschau “Booster wichtig für Schutz gegen Omikron“. BioNTech rät zu rascher Auffrischung, ist weiter zu lesen. Was soll das Pharmaunternehmen auch sonst empfehlen? Verzichten Sie auf Impfungen, wir verzichten unsererseits gerne auf die Gewinne? Weiter ist zu lesen, dass die Virologin Sandra Ciesek vom Universitätsklinikum Frankfurt auf Twitter erste Ergebnisse einer Studie zur Wirkung von Corona-Impfstoffen gegen Omikron veröffentlichte. Früher hatte man Studien nach umfassenden Überprüfungen in angesehen Fachzeitschriften veröffentlicht, heute macht man das scheinbar einfach mal schnell über Twitter. Wie tief kann die Wissenschaft noch sinken?

In diesen peinlichen Zirkus reiht sich kosequent auch Herr Drosten ein.

Sieht nicht gut aus für zweimal Geimpfte. Dritte Dosis erforderlich”, schrieb Drosten auf Twitter. Die vorgelegten Daten sind bislang nicht von Fachkollegen begutachtet und nicht in einem Fachmagazin veröffentlicht worden.

Quelle: Tagesschau: Booster wichtig für Schutz gegen Omikron