Berichte

Heute Hü, morgen Hott

Aufgrund der sich ständig ändernden Corona-Regeln ist es mittlerweile kaum noch möglich, etwas zu planen. Restaurants, Hotels, oder Geschäfte können nur noch von heute auf morgen betrieben werden, weil es übermorgen vielleicht schon wieder Regeln geben kann, die jede bisherige Planung zunichte machen. Ebenso ist es kaum möglich, eine Urlaubsreise zu planen. Selbst am Tag des Reiseantritts, kann man noch nicht sagen, ob die Regeln während des Urlaubs dahingehend geändert werden, dass man die Arbeit nicht mehr pünktlich antreten kann, weil man in Quarantäne muss, obwohl man eigentlich gesund ist. Wer dann mit Sanktionen durch den Arbeitgeber rechnen muss oder wem gar eine Kündigung droht, verzichtet besser ganz auf Urlaubsreisen. Balkonien ist ja auch ein schöner Urlaubsort. Das muss reichen, um die Mühen des Jahres auszugleichen.

Und wer mit Kindern verreisen möchte, der steht vor ganz speziellen Hürden, wie der Spiegel berichtet.

Die Kinder der Familie sind zehn und zwölf Jahre alt – und dementsprechend nicht geimpft. »Den Flug wollten wir mit FFP2-Masken und Visieren bestreiten«, erzählt die Mutter. Ihre Kinder hätten sich seit Beginn der Pandemie mustergültig an alle Auflagen und Kontaktbeschränkungen gehalten.

Doch ob die vierköpfige Familie aus Bayern ihren geplanten Urlaub überhaupt antreten kann, ist derzeit noch völlig unklar. Denn der Rückflug ist zwei Tage vor dem Ferienende gebucht – und falls Griechenland zwischenzeitlich zum Hochinzidenzgebiet erklärt wird, würde die Quarantäne der Kinder auf jeden Fall in die Schulzeit hineinreichen.

Bei der Zehnjährigen würde das bedeuten: Sie verpasst die ersten Tage in der weiterführenden Schule – ein denkbar ungünstiger Start in der neuen Umgebung. Gleichzeitig drohe auch noch ein Bußgeld, sagt Arndt Kempgens, Rechtsanwalt aus Gelsenkirchen.

Quelle: Spiegel: Erst Schulkinder in Quarantäne, dann Bußgeld?

Angesichts der aktuellen Corona-Politik passt die alte Redewendung “Heute Hü, morgen Hott“.