Berichte

Haben Politiker und Medien kein Interesse an der Wahrheit?

Bei vielen Corona-Patienten in Krankenhäusern ist die Infektion nur ein Zufallsfund – und mit Omikron werden es immer mehr, schreibt das ZDF. Genaue Zahlen für Deutschland? Fehlanzeige! Das RKI beteuert, dass die Ursache für die Hospitalisierung nicht immer eindeutig ermittelt werden könne. Trotz deutlich höherer Infektionszahlen werden die Daten beispielsweise in Dänemark, im US-Bundesstaat New York oder Großbritannien erhoben und veröffentlicht. Dort scheint die Motivation höher zu sein, ordentliche Statistiken zu erstellen. Weiter berichtet das ZDF, dass auch die Intensiv-Vereinigung Divi bei der Statisik der Corona-Intensivpatienten nicht den Aufnahmegrund unterscheidet. Die Begründung: Wer mit einer Corona-Infektion auf die Intensivstation kommt, ist ohnehin schwer- oder sogar lebensbedrohlich erkrankt – egal, ob Corona der ursprüngliche Auslöser war.
Auch wenn die Zahlen für die Krankenhäuser selbst weniger relevant sind, wären sie doch hilfreich, um besser einschätzen zu können, welche Maßnahmen gerechtfertigt sein könnten und welche nicht. Wenn kaum ein Patient wegen Corona ins Krankenhaus kommt, dann ist die Infektion mit dem Virus möglicherweise relativ harmlos. Wenn fast alle Patienten wegen Corona eingeliefert werden und zudem schwer erkrankt sind, dann würde dies in Anbetracht der erheblichen Gefahr möglicherweise auch strengere maßnahmen zur Eindämmung legitimieren. Zumindest seitens der Politik sollte es also ein großes Interesse an belastbaren Zahlen geben und entsprechend sollte und müsste die Politik den Krankenhäusern verbindliche Vorgaben zur systematischen Erfassung machen.

Die Nachrichten sprechen oft von Menschen, die „an oder mit“ dem Coronavirus gestorben seien. Wie hoch der Anteil derer ist, deren Tod eindeutig auf das Virus zurückgeführt werden kann, ist nur durch eine Obduktion zu klären. Obduktionen sind jedoch massive Eingriffe in die Totenruhe. Andererseits könnten daraus wichtige Erkenntnisse für erforderliche Maßnahmen zum Infektionsschutz gewonnen werden. Für das örtliche Gesundheitsamt in Schwerin sei jedoch vordergründig, Infektionswege zu ergründen und Infektionswege zu brechen, wie der NDR berichtete. Hierfür sind Obduktionen nicht relevant. Dabei wird aber übersehen, dass nicht nur Erkenntnisse über die Infektionswege von Bedeutung sind, sondern eben auch über die Gefährlichkeit. Wenn sich bei Obduktonen zeigt, dass Corona-Viren extrem gefährlich sind und nahezu alle Todesfälle ausschließlich auf eine Corona-Infektion zurückzuführen ist, wären damit wesentlich härtere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu begründen als es der Fall wäre, wenn die Viren keinen nennenswerten Beitrag zum Sterbeprozess leisten.

In Bayern hatte der Ministerpräsident Markus Söder härtere Corona-Maßnahmen in Bayern mit der hohen Inzidenz unter Ungeimpften begründet. Hierüber berichtete die Berliner Zeitung und schreibt weiter: Doch die Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sind ungenau, ergaben Recherchen des Nachrichtenportals Nordbayern und der Tageszeitung Welt. Das LGL rechne der Inzidenz der Ungeimpften auch jene Personen hinzu, deren Impfstatus unbekannt ist.

Die Dokumentation und Meldung von unerwünschten Wirkungen in Zusammenhang mit Corona-Impfungen ist für Ärzte zeitaufwändig und damit teuer. Die Motivation, Probleme durch Impfungen sorgfältig zu erfassen dürfte demnach nicht sehr ausgeprägt sein. So wundert es dann auch nicht, dass die nach ihrer Impfung erkrankte Berliner Opernsängerin Bettina Ranch berichtet, dass sich der behandelnde sich der Neurologe weigerte, eine, Meldung über den Verdacht der Nebenwirkungen zu machen. Das teilt Ranch laut Berliner Zeitung bei Instagram mit. Er habe ihr gesagt: „Wenn ich das alles melden sollte, könnte ich die Praxis zumachen. Dafür habe ich keine Zeit.“ Sie solle sich selber beim Gesundheitsamt darum kümmern.

Dass die Impfungen nicht so lange wirken, wie zunächst angenommen, wurde auch erst im Praxiseinsatz ersichtlich. Hierüber berichtete beispielsweise der Focus. Die Motivation, solche Probleme bereits bei Studien zu erkennen, dürfte bei der Pharmaindustrie nicht sehr ausgeprägt sein.

Dass eindimensionale Impfungen möglicherweise den Mutationsdruck der Viren erhöhen, wie der Pharma-Forscher Dr. Stefan Tasler erklärte, wurde in der Öffentlichkeit auch nicht weitergehend diskutiert.

Am 8. Mai 2020 versandte der Verwaltungswissenschaftler Stephan Kohn, bis Anfang Mai 2020 im Bundesinnenministerium im Rang eines Oberregierungsrates im Referat Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz tätig (Referat KM4, Abteilung 4 Schutz kritischer Infrastrukturen), einen auf der Grundlage verschiedener Gutachten verfassten „Auswertungsbericht“ mit dem Titel Coronakrise 2020 aus Sicht des Schutzes Kritischer Infrastrukturen, Ergebnisse der internen Evaluation des Corona Krisenmanagements an führende Beamte im Innenministerium, darunter auch den Staatssekretär Hans-Georg Engelke und an die Innenministerien der Länder. Das BMI distanzierte direkt nach dem Schreiben in Mitteilungen an die Gutachter und am 10. Mai auch öffentlich von Kohns Handlungsweise und von Inhalten des Berichts.
Ob die von Stephan Kohn geäußerte Kritik berechtigt war oder nicht, vermag ich natürlich nicht zu beurteilen. Aber man kann davon ausgehen, dass er die Vorwürfe nicht einfach an den Haaren herbeigezogen hat. Es wäre also angemessen gewesen, wenn man sich seitens des BMI sachlich mit den einzelnen Punkten auseinandergesetzt hätte. Sollten die im Papier veröffentlichten Aussagen falsch sein, wäre es für das BMI ja möglich gewesen, die einzelnen Punkte nachvollziehbar zu widerlegen und die Fehler aufzuzeigen. Stattdessen wurde Stephan Kohn einfach vom Dienst suspendiert und keine Diskussion zugelassen.
Warum wurde nicht wie bei der Verteidigung einer wissenschaftlichen Arbeit, beispielsweise einer Doktorarbeit, vorgegangen? Hier wird auch eine sogenannte Disputation geführt. Dabei handelt es sich um ein wissenschaftliches Streitgespräch, das als Verteidigung eine der Prüfungsformen zur Erlangung von akademischen Graden darstellt. Solche Diskussionen beginnen mit einer Aussage oder These, die bezweifelt wird oder zu der eine Gegenthese aufgestellt wird. Das wird dann solange besprochen, bis eine gemeinsame Erkenntnis oder Lösung gefunden wird. Warum hat man auf diesen wertvollen Erkenntnisgewinn einfach verzichtet?

In einigen Bundesländern dürfen Ungeimpfte im Rahmen der Pandemiebekämfung keinen Baumarkt mehr betreten. Welchen tatsächlichen Anteil beispielsweise Baumärkte am Pandemiegeschehen haben, spielt dabei offensichtlich keine Rolle. Es wird nichteinmal versucht eine besondere von Baumärkten ausgehende Gefahr nachzuweisen, sofern es diese überhaupt gibt, um die Beschränkungen zu legitimieren.

Preise und Haftungsfragen werden zwischen Politik und Pharmaindustrie im Verborgenen hinter verschlossenen Türen ausgehandelt, wie der Wochenblick berichtete. Die Menschen, die letztendlich geimpft werden und dabei nicht nur das Risiko tragen, sondern diese Impfstoffe auch noch über ihre Steuerbeiträge bezahlen, werden einfach ausgeschlossen und im Unklaren über die Hintergründe gelassen. Eine ehrliche Diskussion findet nicht statt.

Der Immunschutz muss sich auch nach einer Auffrischungsimpfung erst einmal aufbauen, wie beim NDR zu lesen ist. Experten gehen davon aus, dass er erst nach einer Woche voll da ist. Trotzdem gilt man wegen einer EU-Regelung ab Tag eins der Impfung als geboostert.
Wissenschaftliche Erkenntnisse spielen hier nur eine untergeordnete Rolle. Ein frisch “Geboosterter”, der noch keinen Schutz durch die Auffrischung haben kann, wird trotzdem so behandelt, als hätte er einen wirksam aufgebauten Schutz.

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Politiker und Medien einfach kein Interesse an der Wahrheit haben. Auf Basis der daraus resultierenden Unwissenheit werden dann Maßnahmen abgeleitet, welche zu massiven Einschränkungen führen, die Verschuldung in die Höhe treiben und gleichzeitig insbesondere den Mittelstand ruinieren. Kritische Diskussionen werden nicht zugelassen. Stattdessen werden die Menschen pauschal ohne Berücksichtigung individueller Belange zu Impfungen gedrängt, die für viele Menschen sinnvoll, richtig und wichtig sein mögen, für manche aber unsinnig oder sogar schädlich sein könnten.