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Eindimensionaler Impfschutz kann Mutationen fördern

Die Politik dreht sich im Kreis. Während in der Korona-Krise wegen drohender Überlastung angeblich dringend benötigte Kliniken geschlossen werden, weil sie nicht rentabel betrieben werden können, und das angeblich dringend benötigte Pflegepersonal freigestellt wird und zunächst nicht arbeiten darf, wollen die Politiker mit aller Gewalt eine Impfung nach der anderen durchziehen.

Dass es eine weitere Impfrunde geben muss, um Omikron in den Griff zu bekommen, davon zeigt sich auch der Bundesgesundheitsminister überzeugt: “Wir werden eine vierte Impfung brauchen”, sagte Karl Lauterbach (SPD) am Abend im ZDF. Er betonte, man habe bereits 80 Millionen Dosen des angepassten Impfstoffes bei Biontech bestellt. Das auf Omikron zugeschnittene Vakzin wird voraussichtlich im Frühjahr auf den Markt kommen.

Quelle: BR24: Lauterbach und Holetschek rechnen mit vierter Corona-Impfung

Dass die Omikron-Variante im Wesentlichen mit harmlosen Verläufen einhergeht und damit zumindest bei den jüngeren gesunden Menschen gut geeignet wäre, eine breite natürliche Immunität zu erzielen, scheint in der Diskussion kaum berücksichtigt werden. Stattdessen wird der Teufel an die Wand gemalt, der Wirtschaft und damit den Menschen ein weiteres Mal mit Beschränkungen vors Schienbein getreten und die nächste Impfrunde angekündigt. Verantwortung für mögliche Probleme nach einer Impfung möchte natürlich niemand übernehmen, so wie in diesem Fall einer jungen Frau, die auf eigene Kosten nachweisen muss, dass die in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung aufgetretenen massiven Beschwerden mit der Impfung zusammenhängen und nicht mit anderen Vorerkrankungen (die der impfende Arzt dann offensichtlich übersehen hat).

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek betonte im BR “Wir wollen ja vor die Welle kommen” und fordert von der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine Entscheidung bezüglich einer vierten Corona-Impfung. Nach der Impfung ist vor der Impfung könnte man allerdings sagen, da das “angeimpfte Immunsystem” gegen Corona einen Haken hat, der von der Politik verschwiegen wird. Der Pharma-Forscher Dr. Stefan Tasler erklärt die Problematik in einem Interview sehr verständlich und gut nachvollziehbar. Durch die Impfung wird ein Selektionsdruck auf die Viren ausgeübt. Vektor- und mRNA-Impfstoffen, trainieren das Immunsystem jeweils nur auf ein einziges Protein des Virus. Bedenkt man, dass Virusmutationen ein häufiges und völlig statistisches Ereignis sind, so wird schnell klar, dass man bei einer Infektion mit einem Virus nicht von einer Spezies, sondern einem Genotyp, einem Ensemble, infiziert wird, wie Dr. Stefan Tasler erläutert. Wenn man also hundert oder tausend Viren mit einem Tröpfchen aufnimmt, sind wahrscheinlich kaum welche davon auf RNA-Ebene komplett identisch. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass Mutationen dabei sind, die vom Körper auf Basis des eindimensionalen Impfschutzes gegen ein einziges Protein nicht erkannt werden. Diese mutierten Viren treffen dann – bildlich gesprochen – auf eine durch die Impfung abgemähte Wiese und können sich ohne größeren Konkurrenzdruck leicht vermehren.

Der Schutz müsste durch die Impfung also auf mehrere Oberflächen-Proteine des Virus trainiert werden, so dass das Virus auch noch nach der Mutation von ein oder zwei durch die Impfung berücksichtigten Proteinen erkannt und wirksam bekämpft wird. Die Impfung müsste ein Portfolio an Abwehrmöglichkeiten, einen mehrdimensionalen Schutz, erzeugen. Dann könnte der Körper nämlich auch viele der Mutationen rechtzeitig eliminieren, bevor eine neue Variante Überhand gewinnt. Wenn eine Mutation beispielsweise das Spike-Protein so verändert, dass das Immunsystem das Virus darüber nicht mehr erkennt, gibt es immer noch weitere Oberflächenproteine, die vom Immunsystem erkannt werden können und eine Bekämpfung des Virus auslösen. So würde man also dem eindimensionalen Selektionsdruck entkommen, weil sich diese Einfachmutation nicht durchsetzen kann.

Diese genannten Probleme bestehen übrigens auch mit dem Proteinimpfstoff Novavax. Auch hier wird wieder nur ein antigenes Protein pro Virustyp mit der Impfung gespritzt. Die Impfungen werden somit ebenfalls einen einseitigen Selektionsdruck generieren wie die Vektor- und mRNA-Impfstoffe, was ebenfalls zur raschen Etablierung von Escape-Mutation führen wird.
Ein Ausweg könnte der Totimpfstoff von Valneva sein. Wie Dr. Stefan Tasler berichtet, hat man herausgefunden, dass nach der Impfung mit dem Impfstoff Valneva die T-Zellen auf alle drei Oberflächen-Proteine vom Virus reagieren.
Natürlich sind auch Novavax und Valneva sicher kein Allheilmittel und auch hier muss mit unerwünschten Nebenwirkungen gerechnet werden, zumal bei diesen Impfstoffen noch Adjuvantien, also Hilfsstoff zur Verstärung der Wirkung, notwendig sind, die ihrerseits Nebenwirkungen haben können.

Leider werden diese wesentlichen Zusammenhänge weder von den Politikern noch von den Ärzten thematisiert. Eine fundierte Entscheidung für oder gegen eine Impfung oder für einen bestimmten Impfstoff, kann man ohne dieses Wissen aber überhaupt nicht treffen. So wundert es dann nicht, dass derzeit hauptsächlich Impfstoffe verabreicht werden, die Escape-Mutationen begünstigen und damit immer weitere Impfungen notwendig sein werden. Die Menschen werden durch Drohungen und Zwangsmaßnahmen dazu genötigt, bei diesem riskanten Spiel mit dem Feuer mit ungewissem Ausgang immer weiter mitzuspielen und sich immer wieder irgend einen Impfstoff spritzen zu lassen ohne die Wirkungsweise zu verstehen und die Vor- und Nachteile zu kennen. Selbst die Risiken der Impfung werden leichtsinnig ausgeblendet und nicht diskutiert.
Wenn ein Impfwilliger jetzt noch bei jeder Impfung das Produkt eines anderen Herstellers in Form einer sogenannten Kreuzimpfung erhält, dann werden die Zusammenhänge noch komplexer und im Falle von Komplikationen lassen sich diese auch nicht mehr ohne weiteres einem bestimmten Impfstoff zuordnen. Der Geschädigte wird dann nicht nur nachweisen müssen, dass der Schaden auf eine Impfung zurückzuführen ist, sondern vielleicht auch noch beweisen müssen, welcher Impfstoff Ursächlich war. Auch diese Bedenken wird ein Arzt vor der Impfung vermutlich im Aufklärungsgespräch nicht ansprechen.