Berichte

Ein Blick in die Zukunft

Über die Jahrhunderte wurde ein System eingerichtet, das aufgrund seiner Funktionsweise unter enormen Einsatz von Energie und Ressourcen permanent die Vermögen von den fleißigen arbeitenden Menschen zu den vermögenden Menschen umverteilt. Die Armen werden dadurch immer ärmer und die Reichen immer reicher. Während ein großer Teil der Menschheit immer mehr Schulden hat, häuft ein kleiner Teil der Menschen immer größere Vermögen an. Die Schere zwischen Arm und Reich geht mit jedem Tag weiter auseinander und die Umwelt wird im gleichen Maße zerstört. Anstatt das System aber in Frage zu stellen, öffentlich zu diskutieren und echte nachhaltige Alternativen zu erarbeiten, wird so getan, als wäre die Umverteilung völlig selbstverständlich und die “normalen” Menschen an der Zerstörung der Umwelt schuld. Das die Zerstörung aber eine Folge dieses irrsinnigen Umwerteilungssystemes ist, das wird einfach ignoriert.
Da ist es dann logisch, dass für die Zerstörung der Natur nicht nicht diejenigen bezahlen sollen, welche durch das System ohne eine angemessene eigene Leistung unvorstellbar reich geworden sind und weit mehr Geld horten, als sie jemals ausgeben können, sondern diejenigen, die jeden Tag den Reichtum der Reichen erarbeiten, selbst aber immer weniger Geld zum Leben zur Verfügung haben und teilweise nicht einmal mehr die Grundbedürfnisse decken können. Während die Ultrareichen in Privatjets und Hubschraubern zu Meetings oder in den ihr Luxus-Feriendomizil fliegen oder sogar Nachmittagsausflüge ins Weltall planen, sollen die arbeitenden Menschen zukünftig nicht einmal mehr mit 300 anderen Menschen zusammen mit einem Linienflug in den Urlaub reisen dürfen. Ebenso ist damit zu rechnen, dass die Mobilität für “normale” Menschen zukünftig unter dem Deckmantel des Umweltschutzes grundsätzlich ganz massiv eingeschränkt wird. Der Weg zur Arbeit ist in Ordnung. Ein Wochenendausflug in die Berge wird in Zukunft problematisch sein. Auch das Wohnen wird natürlich immer teurer, da immer neue Regeln und Vorschriften zum Dämmen und Heizen die Preise nach oben treiben. Ebenso natürlich die Spekulationen mit Immobilien. Das Hamsterrad dreht sich für die arbeitenden Bevölkerung immer schneller und die Vermögenden genießen Entspannung und Champagner auf ihren Yachten. Die Vermögenden werden zwischenzeitlich immer mehr Agrarflächen kaufen und können dadurch auch noch die Lebensmittelpreise nach oben treiben.
Zudem gibt es Bestrebungen, dass die Menschen zukünftig keinen Besitz mehr haben, sondern alles was sie benötigen, mieten. Zumindest der Großteil der Menschen wird nichts mehr besitzen. Stattdessen wird einfach alles den Vermögenden gehören, die ihr Eigentum dann nach eigenem Ermessen gegen Mietzahlungen den übrigen Menschen zur Verfügung stellen. Software, Fahrzeuge, Haushaltsgeräte. Alles wird zur Miete stehen. Auch hier ist dann natürlich mit steigenden Preisen zu rechnen. Digitale Währungen und die Abschaffung des Bargeldes werden dann die völlige Kontrolle über das Geldsystem in die Hände einer kleinen Gruppe legen. Ebenso wird dadurch eine umfassende Überwachung möglich. Privatsphäre und Anonymität gibt es dann nur noch für die Ultrareichen und die Ultrakriminellen.
Zinsen und Steuern bezahlen netto weiterhin nur die arbeitenden Menschen, während die Kapitaleigentümer und Konzerne von solchen lästigen Abgaben befreit sind und ungestört reicher und reicher werden. Kaschiert wird dieser Irrsinn durch immer weiter ausufernde Bürokratie und eine ständige Rechtsunsicherheit. Wer sich kein Heer an Anwälten leisten kann, wird kein Unternehmen mehr gründen oder eine Dienstleistung anbieten können. Irgendwann ist ein Zustand erreicht, in dem nur noch ganz wenige Menschen alles besitzen und die vielen Milliarden restlichen Menschen ohne Eigentum nur noch arbeiten um nicht zu verhungern und nahezu ihr gesamtes Einkommen für Zinsdienste und Mietzahlungen an die Ultrareichen abgeben. Krisen werden den Menschen immer mehr zusetzen, da sie keine Reserven und Sicherheiten mehr haben. Die Vermögenden jedoch werden von den Krisen um so mehr profitieren. Mit jedem kleinen Unternehmen, dass beispielsweise während einer Pandemie durch die “Schutz”-Maßnahmen zugrunde geht, steigt der Marktanteil der Weltkonzerne.

Immerhin wird der hemmungslose Fleischkonsum ohne Rücksicht auf Verluste irgendwann in der Zukunft weitgehend der Vergangenheit angehören, weil diese Form der Ernährung zu ineffizient ist und nicht ins Klimaschutzprogramm passt. Auch wenn das Quälen und Töten unzähliger Tiere nicht aus Mitgefühl beendet wird, sondern aufgrund einer politischen Agenda zum Schutz des Klimas, so wird es doch ein Segen für die wehrlosen Tiere sein.

Die Menschen hingegen wird eine schwere und gefährliche Zeit erwarten. Wer nicht systemkonform handelt, kann in jeder Hinsicht “ausgeschaltet” werden. Einkommen weg. Digitales Geld weg. Gemietete Unterkunft weg. Gemieteten Geräte weg. Essen weg. Zutritt zu Geschäften gesperrt. Reisen verboten. Kommunikation abgeschnitten. Weltweit.

Die Menschen werden zunehmend durch die Medien manipuliert und verblödet. Desinformation und Propaganda bestimmen die “Nachrichten”. Ein Bildungssystem im herkömmlichen Sinne wird es nicht mehr geben.

Dieses System wird aber nicht stabil sein. Cyberangriffe oder Ausfälle der Versorgungsnetze können die Menschheit innerhalb weniger Stunden in ein völliges Chaos stürzen. Es wird sich gewalttätiger Widerstand formieren und dieser kann nur durch eine immer umfassendere Überwachung der Menschen und mit noch mehr Gewalt durch die Regierenden oder Söldnertruppen niedergeschlagen werden. Armut, Misstrauen und Gewalt werden den Alltag der Menschen bestimmen. Die Armen leben eingesperrt hinter hohen Mauern in Ghettos. Die Reichen leben hinter hohen Mauern in ständiger Angst vor den Armen.

Das ist meine Idee für einen dystopischen Science-Fiction-Roman. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen oder der Realität sind natürlich zufällig. So stelle ich mir aber die Welt in der Zukunft vor, wie sie wäre wenn wir nicht so intelligente, gut ausgebildete, einfühlsame und weitsichtige Politiker und auch Führungskräfte in den Konzernen hätten, denen das Wohl der Menschheit und der Schutz der Umwelt ein großes Anliegen ist.
Für den Roman fehlen noch Protagonisten und eine interessante Handlung. Ein spannender Titel muss natürlich auch noch gefunden werden.