Berichte

Begeben Sie sich in Selbstisolation

Auch nach fast einem Jahr Corona-Pandemie mangelt es an Struktur und Besonnenheit. Sowohl Politiker als auch die großen Konzerne scheinen hoffnungslos überfordert zu sein. So bietet die Lufthansa beispielsweise in einem Pilotprojekt Flüge an, für die die gesamte Besatzung sowie alle Fluggäste kostenlos auf Covid-19 getestet werden, sogenannte “Covid-19 Tested Flights“. Der Ablauf scheint jedoch zuweilen weitgehend unstrukturiert zu sein und im Falle eines (korrekten oder fehlerhaften) positiven Testergebnisses werden die betroffenen Fluggäste alleine gelassen. Eine durchdachte Prozedur, wie nach einem positiven Test verfahren wird, sollte mindestens folgende Punkte umfassen:

  • Bereitstellung eines kompetenten Ansprechpartners für alle Fragen und organisatorischen Herausforderungen.
  • Klare Anweisungen für den weiteren Ablauf.
  • Schnelle Durchführung eines weiteren Tests zur Bestätigung oder Widerlegung des ersten Ergebnisses.
  • Unterbringung und Versorgung während Quarantänepflicht.
  • Klare Kommunikation zwischen allen beteiligten Stellen.
  • Klärung von Haftungsfragen und Entschädigungen für Unannehmlichkeiten aufgrund eines fehlerhaften Tests.

In der Theorie sind die oben genannten Punkte bei der Lufthansa mehr oder weniger vorgesehen. Bei der Umsetzung scheint es jedoch noch massive Probleme zu geben, wie ein Erfahrungsbericht des FOCUS-MONEY-Chefredakteurs Frank Pöpsel zeigt.

Frank Pöpsel muss beruflich nach Hamburg fliegen. Standardmäßig führt die Lufthansa vor Abflug einen Corona-Antigentest durch. Das Ergebnis: positiv. Grund dafür ist allerdings keine Infektion, sondern ein fehlerhafter Test. Das Protokoll einer langwierigen Test-Odyssee.

Weiterlesen: Mein Corona-Abstrich war falsch positiv: Dann werden meine Alpträume wahr